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ETF-Leitfaden für Anfänger: Portfolio Schritt für Schritt aufbauen

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„Hätte ich nur früher angefangen.“

Das sagen mir unglaublich viele Menschen, wenn das Thema Investieren aufkommt. Die meisten stellen sich vor, ein ETF-Portfolio aufzubauen, brauche Tage, Tabellen und fast ein Finanzstudium. In Wirklichkeit? Es geht viel einfacher. Mit Fokus, Klarheit und ohne Perfektionsstress.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du dein erstes ETF-Portfolio in 60 Minuten aufsetzen kannst. Schritt für Schritt. So, dass du es wirklich umsetzt – und nicht nur darüber nachdenkst.

Was ist ein ETF-Portfolio überhaupt?

Ein ETF ist grundsätzlich ein Sammelkorb an Wertpapieren der i.R. einen Marktindex (dazu mehr später) abbildet. Darin sind viele verschiedene Aktien und/oder Obligationen. Du kaufst also nicht die Aktien einer Firma, sondern gleich einen ganzen Haufen Aktien verschiedener Firmen - ganze Märkte.

Ein Portfolio bedeutet, dass du mehr als einen ETF kombinierst – oder zumindest bewusst entscheidest, wie breit du investiert bist. Das nimmt Druck aus dem Ganzen. In der Fnianztheorie ist das Portfolio eine Sammlung an Anlagen die so kombiniert werden, dass du deine Ziele bestmöglichst erreichst.

Am Anfang machen viele Menschen den Fehler und denken, sie müssen alles perfekt wissen. Musst du nicht. Ein erstes ETF-Portfolio darf simpel sein. Sehr simpel sogar.

Warum 60 Minuten für dein erstes ETF-Portfolio reichen

Ich habe früher stundenlang verglichen, gelesen und wieder alles verworfen. Am Schluss habe ich gar nichts gemacht. Das ist der grösste Fehler.

In Wahrheit sind nur ein paar Entscheidungen wirklich relevant: Ziel, Zeit, Risiko und eine klare Struktur. Alles andere ist Feinschliff.

Wenn du dich auf das Wesentliche konzentrierst, reichen 60 Minuten locker. Und ja – lieber ein gutes Portfolio heute als ein perfektes nie.

Schritt 1 – Dein Ziel und deinen Zeithorizont festlegen

Frag dich ganz ehrlich: Wofür investierst du? Altersvorsorge, Vermögensaufbau oder mehr Freiheit in 10–20 Jahren?

Der Zeithorizont ist entscheidend. Je länger du investiert bleibst, desto mehr Schwankungen kannst du aushalten. Das verschafft Ruhe.

Ich hatte am Anfang kein klares Ziel. Alles hat sich „irgendwie gut“ angehört. Erst als das Ziel klar war (langfristiger Vermögenswachstum über 15+ Jahre), wurde das Portfolio logisch.

Schritt 2 – Deine Risikotoleranz realistisch einschätzen

Risiko klingt theoretisch easy – bis die Märkte fallen. Dann merkt man plötzlich, wie sich minus 15% wirklich anfühlen.

Stell dir vor: Du schaust ins Depot, alles ist rot. Bleibst du ruhig? Oder bekommst du Panik? Ehrlich zu sein ist hier extrem wichtig.

Viele unterschätzen die eigenen Emotionenh. Kommt eine Korrektur, dann muss das nicht nur dein Mindset, sondern auch dein Zeithorizont aushalten.  Darum lieber konservativer starten und später anpassen, als im falschen Moment alles zu verkaufen. Studien haben gezeigt, dass emotionales Handeln die Menschen bis zu 5% Rendite per Jahr kosten kann (Quelle: 

Schritt 3 – Die richtige ETF-Auswahl treffen

Jetzt kommt der Teil, wo viele aufgeben - es gibt tausende von ETFs, sie haben alle eher kryptische Namen und viele Menschen schaffen es nicht, die Auswahl zu treffen. Aberkeine Angst. Für ein erstes ETF-Portfolio braucht es keine 10 Produkte.

Breite Welt-ETFs wie z.B. der MSCI World oder der FTSE All World sind für Einsteiger oft ideal. Sie decken viele Länder und Branchen ab und reduzieren das Einzelrisiko. Kombinieren kannst du diese z.B. mit einem weiteren Index auf Schwellenländer wie dem MSCI Emerging Market. Ein solches 70/30 Portfolio (70% Welt, 30% Emerging Markets) kann bereits erhebliche Renditen erwirtschaften - so hat z.B. ein solches Portfolio 65% Rendite gemacht (Quelle extraetf.com, 18.Jan26)

Wenn du es noch einfacher willst, kannst du auch auf strukturiertere Lösungen schauen, bei denen mehrere Anlageklassen kombiniert sind – wie zum Beispiel der Smart All World ETP, der global diversifiziert ist, konsequent in die Zukunft investiert und sich gut als Startpunkt eignet. 

Schritt 4 – Portfolio-Struktur & Gewichtung

Viele Anfänger fragen: „Wie viel Prozent wovon?“

Meine Antwort: Lieber grob richtig als perfekt falsch.

Ein klassisches Starter-Setup ist zum Beispiel 100 % Welt-ETF oder eine Kombination aus Aktien- und Sicherheitsbaustein. Nicht kompliziert, nicht überladen. Es gibt zig Methoden wie du eine ETF Portfolio zusammenstellen kannst. Und ebenso viele Theorien. Mein Tipp: konzentriere dich am Anfang auf breite Indizes und für Inspiration kannst du unser ETF Allokationssheet nutzen (Link zum ETF Allocator in xls - ist im Modul 8 Money School zu finden).

Ich habe am Anfang zu viel kombiniert. Am Schluss wusste ich nicht mehr, warum was drin ist. Weniger ist wirklich mehr.

Schritt 5 – Broker wählen & Portfolio umsetzen

Der Broker ist wie das Tor zum Markt. Wichtig sind Übersichtlichkeit, Zuverlässigkeit und verständliche, möglichst tiefe Gebühren.

Achte auf Punkte wie [ETF investieren] generell, Benutzerfreundlichkeit und ob [ETF-Sparpläne] kostengünstig möglich sind – gerade für regelmässiges Investieren.

Und ja, [ETF-Kosten] sind wichtig. Aber lass dich nicht lähmen. Ein günstiges, klares Setup schlägt ewiges Grübeln.

Schritt 6 – Dranbleiben, ohne ständig umzustellen

Der grösste Erfolgsfaktor ist nicht Schlauheit, sondern Geduld und Disziplin. Märkte schwankens. Das gehört dazu.

Du musst dein  breit angelegtes Portfolio nicht jede Woche prüfen. 1–2 Mal im Jahr reicht völlig. Alles andere ist Lärm.

Die Schankungen kannst du sogar zu deinem Vorteil nutzen, z.B: indem du montalich einen fixen Betrag investierst. Dann kaufst du mal teurer, mal günstiger und profitierst von einem Durschschnittspreis.

Ich habe früher zu viel reagiert. Heute weiss ich: Ruhig bleiben ist eine Strategie – und zwar eine gute.

Häufige Fehler beim ersten ETF-Portfolio

Einer der klassischsten Fehler: Zu viele Informationen auf einmal. YouTube, Social Media, Tipps von Freunden – alles durcheinander.

Der zweite: Zu früh aufgeben. Wenn es mal runtergeht, denken viele: „Ich habe es gewusst.“ Dabei ist das normal. Wenn du bei einer Korrektur verkaufst, dann nimmst du die Erholung nicht mit und verlierst somit allenfalls doppelt - durch die Korrektur und durch die verpasste Erholung.

Und der dritte: Gar nicht starten. Perfektion blockiert. Umsetzung bringt Erfahrung und Fortschritt.

FAQ – Kurze Antworten auf die häufigsten Fragen

Wie viel Geld brauche ich zum Start?
Oft reichen schon kleine Beträge, z.B. 50 CHF pro Monat. Wichtiger als die Höhe ist die Regelmässigkeit.

Einmal oder monatlich investieren?
Beides geht. Viele entscheiden sich für [ETF-Sparpläne], weil es automatisch und stressfrei ist, ein grosser Betrag nicht zur Verfügung steht und du von einem Durschnittspreis profitierst.

Was passiert, wenn Märkte fallen?
Dann zeigt sich, ob dein Portfolio zu dir passt. Nicht panisch reagieren, sondern am Plan festhalten. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, innert eines Zeitraumes von 10 Jahren Geld bei einem breiten Weltportfolio zu verlieren sehr klein ist (Studie hier)

Fazit – Dein erstes ETF-Portfolio muss nicht kompliziert sein

Ein erstes ETF-Portfolio ist keine Prüfung. Es ist der Start deines Weges.

Du musst nicht alles wissen. Du musst nur anfangen.

60 Minuten, ein klares Ziel und ein einfaches Setup – mehr braucht es nicht.

Und dann: Dranbleiben, lernen, wachsen. Wenn du willst, kannst du heute noch den ersten Schritt machen.

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